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Warum ein Stadtplatz? Worum es geht Als Mitglied der gemeinderätlichen Spezialkommission konnte ich die Ideen und Pläne von der Wettbewerbsauswertung bis zur Vorlage im Gemeinderat begleiten. Der zur Abstimmung stehende Stadtplatz für 6.5 + 1.9 Millionen Franken ist ein Teil des Gesamtprojektes für einen Stadtpark (ca. 18 - 20 Millionen). Diese 1. Etappe, welche ohne jede Präjudiz für folgende Etappen gebaut werden soll, beinhaltet eine Brücke vom Stadthaus zur St. Annastrasse hin, einen Platz vor dem Stadthaus und einen viel kleineren Spielplatz als heute. Ebenfalls gibt es da noch zwei Betonbauten - eine Garagenabfahrt und ein Lift- und Treppenhausgebäude. Die Initianten und Befürworter möchten eine Begegnungsstätte inmitten der Stadt - im Zentrum. Der Platz soll ähnlich der Gemüsebrücke in Zürich belebt werden, und über den Mittag im Sommer als Ruheplatz und Essgelegenheit dienen. Die Glatt wird mit einer neuen Böschung auf der Stadthausseite versehen und auf der Seite der kath. Kirche wird der Uferweg neu direkt über dem Wasser geführt. Für die Umgebungsarbeiten wurden bei der Stadthaussanierung im Hinblick auf den Stadtplatz relativ wenige Mittel aufgewendet. Ist diese Brücke notwendig? Warum muss mit enormen finanziellen Mitteln ein farbiger Betonplatz über die Glatt hinweg verlängert gebaut werden? Eine Verbindung zu Opfikon hin, wie in der Vorlage zu lesen ist, ist hier sicher nicht richtig platziert. Die Begründung, dass alle umliegenden Gemeinden ja auch so einen Platz haben zieht nicht. Dass der Eingang zum Stadthaus etwas aufgefrischt wird scheint mir gut. Nur hier erhalten wir kein grösseres Vordach - lediglich ist es anders angeordnet. Was erhält der Stimmbürger, wenn die Unterniveaugarage nicht angenommen wird? Das weiss niemand so genau, auf unsere Anfrage hin noch nicht einmal die Planer, denn dann wird das Projekt zuerst nochmals überarbeitet. Es fehlen dann ja die Garagenabfahrt und das Liftgebäude und Parkplätze. Vermutlich wird dann wieder auf die vorher geplanten Parkplätze der Oberhauserstrasse entlang zurückgegriffen. Diese wurden notabene in senkrechter Anordnung, was überall sonst vermieden wird, vorgesehen. Nahe der Löwenkreuzung und mit Bushaltestellen usw. ist die Oberhauserstrasse hier in der letzten Zeit einem regelmässig grösseren Verkehrsaufkommen ausgesetzt. Der Verkehr wird auch in Zukunft nicht abnehmen. Klar ist, die Brücke wird gebaut. Wenn aber jemand glaubt wir hätten nachher um das Stadthaus mehr Grün, dann ist er falsch orientiert. Warum nicht ein Platz mit vernünftigen Mitteln?? Mein Vorschlag wäre, den ganzen Platz mitsamt der Garage abzulehnen und das mit einem vernünftigen Kosten- Nutzenverhältnis. Für den Stadtpark wird diese Brücke nicht benötigt. Wir Wissen ja alle, was uns diese Brücken für Unterhaltskosten bescheren. Zudem sind die Mittel der Stadt nicht unerschöpflich. Wir dürfen froh sein, wenn alle Grundstücke die vom Stimmvolk mit so hoher Beteiligung zum Verkauf freigegeben wurden, auch schlussendlich noch verkauft werden können, denn dem ist noch nicht so. Das Motto müsste lauten "zuerst einnehmen und dann ausgeben". Nicht auf eventuellen Einnahmen aufbauen. Noch eine Bemerkung zur Nutzung der Brücke Dieser Standort dient auch nicht der Naherholung, denn jeder Opfiker / Glattbrugger weiss, hier ist es laut. Einerseits von oben und andererseits von der naheliegenden Schaffhauserstrasse. Beim Vergleich mit einer Gemüsebrücke à la Zürich müssen wir ehrlicherweise etwas zurück buchstabieren. Oder finden sich noch Vereine die genügend Freiwillige für noch mehr Feste stellen können. Für eben diese Feste und Aktivitäten, die dann auf dieser Brücke stattfinden sollen. Oder sollen gar der Chlausmärt und die Aktivitäten vor dem Dorfträff oder die Feuerwehr-Chilbi hierher verlegt werden? 2 x NEIN Für die Abstimmung am 3.3.02 empfehle ich Ihnen 2 x NEIN in die Urne zu legen. Dann wird mindestens noch eine Variante studiert. |
| André
Zika, Gemeinderat FDP Glattbrugg, 21.02.2002 |
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